Hamburg / Essen, 31.08.2009, RWE AG

Startschuss für Elektromobilität in Hamburg

  • Elektro-Mobilität bringt Erneuerbare Energien auf die Straße
  • Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur

RWE präsentiert in Hamburg die „Tankstelle der Zukunft“. Dort fließt aber weder Super noch Diesel, sondern sauberer Strom. "Aufladen wenn der Wind weht, muss unser gemeinsames Ziel sein. Gerade hier im Norden. Die Netzschwankungen der Erneuerbaren langfristig mit Millionen Elektroautos zu glätten, ist für mich eine wichtige Zukunftsperspektive", sagte Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, CEO der RWE Innogy GmbH. Auf die Inbetriebnahme der ersten drei Ladesäulen in den Parkhäusern im Hanseviertel, Bleichenhof und im Deutsch-Japanischem Zentrum folgen bis Ende 2010 weitere 50 Standorte. Aus allen Ladepunkten fließt ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen.

Partner des Projekts sind der Automobilclub ADAC, der Autovermieter Sixt, Siemens und Deutschlands größter Parkraumanbieter APCOA. Gemeinsam schicken sie die Elektro-Tankstelle
in den kommenden Wochen auf eine Roadshow durch verschiedene deutsche Großstädte.

Umweltfreundliche und kostengünstige Mobilität

Um es künftigen E-Autofahrern so bequem wie möglich zu machen, treibt RWE internationale Standards für Elektro-Mobilität für die Schnittstelle zwischen Ladesäule und Fahrzeug gemeinsam mit mehr als 20 führenden europäischen Energieversorgern und Autobauern voran. Das RWE-Ziel ist es, elektrisches Laden so einfach wie Parken, die Abrechnung so einfach wie beim Handy zu machen.

„Bereits vor 130 Jahren baute der Siemens-Gründer das erste Elektroauto. Die Vision des Werner von Siemens war, das Leben der Menschen durch elektrotechnische Anwendungen zu verbessern“, sagte Michael Westhagemann, CEO der Siemens AG, Region Hanse. Heute ist diese Vision Realität geworden. „Als integrierter Technologiekonzern beschäftigte sich Siemens in seiner zentralen Forschungsabteilung sowie in den Sektoren Energy und Industry intensiv mit dem Thema Elektromobilität. Dabei untersuchen wir sowohl die Anforderungen an das Fahrzeug selbst als auch die Gestaltung der Infrastruktur der Stromnetze“, so Michael Westhagemann, CEO der Siemens AG, Region Nord.

„Gestalten heißt beim Thema Elektromobilität nicht nur Fahrzeuge zu bauen, sondern auch die Möglichkeit zu schaffen, diese mit Strom zu versorgen. Also ein möglichst engmaschiges Netz von Ladestationen aufzubauen, an denen die Fahrzeuge sozusagen nachtanken können", so Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik des ADAC. Die Aktivitäten des Clubs beschränken sich aber nicht auf Information und Verbraucheraufklärung. So werden in einem Pilotprojekt rund 50
E-Zapfsäulen an großen ADAC-Servicecentern errichtet.

Flächendeckende Infrastruktur

Die RWE-Experten gehen davon aus, dass schon 2020 bis zu 2,5 Millionen Elektro-Autos auf Deutschlands Straßen fahren werden. Diese müssen natürlich Strom tanken. In Berlin hat RWE bereits 56 Ladepunkte für Elektro-Autos aufgestellt, bis Mitte 2010 sollen es 500 sein. In Essen stehen heute schon 11 Ladesäulen. „Im Gleichschritt mit den von RWE und anderen Partnern initiierten Aktivitäten für eine bedarfsgerechte Versorgung mit Ladesäulen auf privaten gewerblichen Flächen wird es in Hamburg in den kommenden Monaten bis zu 100 Ladesäulen allein im öffentlichen Raum geben, für die anspruchsvolle Qualitätskriterien gelten werden. Wir gehen hierbei strukturiert und ohne übertriebene Eile vor, denn die Verfügbarkeit entsprechender Fahrzeuge ist heute noch sehr begrenzt. Alle Projektpartner wie auch die Medien sind daher gefordert, mit einem verantwortungsvollen Erwartungsmanagement die Öffentlichkeit an das Elektrozeitalter heranzuführen“, sagte Peter Lindlahr, Klimaschutzkoordinator des Hamburger Senats.

Strom zu tanken dauert einige Stunden. Daher errichtet RWE Ladepunkte vor allem dort, wo Autos ohnehin parken: zum Beispiel in den Parkhäusern des Projekt-Partners APCOA: „APCOA hat als neues Geschäftsfeld Green-Parking erfunden“, so Thomas Ludwig, Prokurist der APCOA Parking Service GmbH. „Wir wollen gemeinsam mit der RWE mit der zügigen Bereitstelllung einer bundesweiten Infrastruktur die Geschwindigkeit der Akzeptanz und der Marktdurchdringung des
E-Motors beschleunigen.“

Noch in diesem Jahr erhalten neben Hamburg auch Essen und Dortmund, Düsseldorf, Berlin, Frankfurt/Main, Stuttgart und München Ladepunkte. Die Ballungsräume sind jedoch nur der Anfang. Langfristiges Ziel ist ein flächendeckendes Netz mit Ladepunkten – und zwar in ganz Europa. Aus diesem Grund machen sich 20 Unternehmen für die Entwicklung eines standardisierten Ladesteckers stark, mit dem die Besitzer von Elektro-Autos überall tanken können.

Sportlicher Elektro-Fahrspaß

Auch Sixt, Deutschlands führender Mobilitätsdienstleister, unterstützt die Roadshow. Dazu stellen Sixt, RWE und Siemens einen eRUF, einen eRUF Greenster und zwei Tesla Roadster und den Smart ed für organisierte Testfahrten zur Verfügung. Die Besucher der Roadshow können den Elektro-Fahrspaß live testen. Diese Autos sind an der „Tankstelle der Zukunft“ bis zum 2. September in den Deichtorhallen in Hamburg zu sehen. Danach geht die Roadshow durch Deutschland weiter.