
RWE weiht Frankfurts erste Autostrom-Ladesäule ein. „Es geht nicht allein darum, Benzin durch Strom zu ersetzen. Es geht darum, die erneuerbaren Energien auf die Straße zu bringen“, sagte Dr. Rolf Martin Schmitz, Mitglied des Vorstandes der RWE AG.
Auf die Inbetriebnahme der ersten Ladesäule am Messeturm folgen weitere Standorte am Palmengarten, im Nordwestzentrum und in Höchst. Aus allen Ladepunkten fließt ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen.
Die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth erläuterte: „Mit dieser ersten Elektro-Ladesäule unterstreichen wir unsere umweltfreundliche Verkehrspolitik. Wir wollen nicht die Mobilität der Bürger aus ökologischen Gründen einschränken, sondern die verschiedenen Verkehrsmittel durch neue Techniken immer umweltverträglicher machen.“
Partner des Projekts sind der Automobilclub ADAC, der Autovermieter Sixt, Siemens und Deutschlands größter Parkraumanbieter APCOA. Gemeinsam schicken sie die Elektro-Tankstelle in den kommenden Wochen auf eine Roadshow durch verschiedene deutsche Großstädte.
Um es künftigen E-Autofahrern so bequem wie möglich zu machen, treibt RWE internationale Standards für Elektro-Mobilität für die Schnittstelle zwischen Ladesäule und Fahrzeug gemeinsam mit mehr als 20 führenden europäischen Energieversorgern und Autobauern voran.
Das RWE-Ziel ist es, elektrisches Laden so einfach wie Parken, die Abrechnung so einfach wie beim Handy zu machen. „Elektromobilität geht für uns weit über das Fahrzeug an sich hinaus. Zusammen mit einer neuen Ausgestaltung der dahinterliegenden Infrastruktur der Stromnetze, den sogenannten „Smart Grids“, werden Energieressourcen der Welt zukünftig wesentlich effizienter genutzt und gleichzeitig der Nutzungsanteil der klimafreundlichen Stromerzeugung konkret gesteigert“, stellte Dr. Michael Kassner, Leiter der Siemens Region Rhein-Main, die Bedeutung des Energieprojektes heraus. „Wir stehen am Beginn eines neuen Stromzeitalters. Basierend auch dem breiten Erfahrungsspektrum von der Stromerzeugung und –verteilung, über das Energiemanagement, den elektrischen Antrieben und dem eigenen Umweltportfolio, das heute schon ca ¼ des Weltumsatzes ausmacht, gestaltet Siemens diese zukunftsweisenden E-Mobility Entwicklungen mit, in unseren zentralen Forschungsabteilungen und bei den ganzheitlichen Smart Grid Konzepten, die heute schon verfügbar sind“, sagte Dr. Kassner zu den Zukunftsaussichten des modernen Energiegeschäftes. „Elektrofahrzeuge werden vor allen Dingen in Ballungsräumen Ihre Kunden finden. Preiswerte Energie, saubere Luft und keine Belastung durch Feinstaub sind die Vorteile der Elektroautos. Der ADAC informiert nicht nur sondern bringt sich mit 50 Elektrozapfsäulen an großen ADAC Geschäftsstellen aktiv in ein Pilotprojekt ein“, sagte Dr. Erhard Oehm, Mitglied der Geschäftsführung des ADAC Hessen-Thüringen.
Die RWE-Experten gehen davon aus, dass schon 2020 bis zu 2,5 Millionen Elektro-Autos auf Deutschlands Straßen fahren werden. Diese müssen natürlich Strom tanken. In Berlin hat RWE bereits 56 Ladepunkte für Elektro-Autos aufgestellt, bis Mitte 2010 sollen es 500 sein. In Essen stehen heute schon 11 Ladesäulen.
"Mit einer Ladestation direkt vor der Zentrale der Süwag Energie in Frankfurt -Höchst beginnt auch für uns das Zeitalter der Elektromobilität. Wir unterstützen RWE gerne beim Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur in unseren Netzgebieten in Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland- Pfalz und Bayern", so Dr. Klaus-Peter Balthasar, Vorstandsvorsitzender der RWE Tochter Süwag Energie. Strom zu tanken dauert einige Stunden.
Daher errichtet RWE Ladepunkte vor allem dort, wo Autos ohnehin parken: zum Beispiel in den Parkhäusern des Projekt-Partners APCOA. Dr. Marc André Micha, Chief Operating Officer der APCOA Parking Holdings GmbH: „Elektrofahrzeuge werden eine wichtige Rolle für die Mobilität der Zukunft spielen. APCOA reagiert als erster Parkraumbewirtschafter auf diese Entwicklung. Wir investieren bewusst in die Tankstelle der Zukunft und bieten unseren Kunden damit richtungsweisende Services“. Noch in diesem Jahr erhalten neben Frankfurt auch Essen und Dortmund, Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Stuttgart und München Ladepunkte. Die Ballungsräume sind jedoch nur der Anfang. Langfristiges Ziel ist ein flächendeckendes Netz mit Ladepunkten – und zwar in ganz Europa. Aus diesem Grund machen sich 20 Unternehmen für die Entwicklung eines standardisierten Ladesteckers stark, mit dem die Besitzer von Elektro-Autos überall tanken können.
Auch Sixt, Deutschlands führender Mobilitätsdienstleister, unterstützt die Roadshow. Dazu stellen Sixt, RWE und Siemens einen eRUF, einen eRUF Greenster und zwei Tesla Roadster und den Smart ed für organisierte Testfahrten zur Verfügung. Die Besucher der Roadshow können den Elektro- Fahrspaß live testen. Diese Autos sind an der „Tankstelle der Zukunft“ bis zum 27. September auf der Agora-Freifläche der Messe Frankfurt zu sehen.