Standardisierung

Stromtanken überall und ohne Schranken

Damit Stromtanken schon bald Realität und für die Fahrer von Elektroautos einfach und unkompliziert wird, sind einheitliche Standards notwendig. Nur wenn Auto, Ladestation, Kabel, Stecker und Steckdose als integriertes System funktionieren und zu jedem Fahrzeug kompatibel sind, kann der Aufladevorgang alltags- und massentauglich werden.

Die für das Pilotprojekt Berlin von RWE und Daimler entwickelte Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur soll helfen, internationale Standards zu definieren. Hierzu haben RWE und Daimler die führenden Automobilhersteller und EVUs Europas an einen Tisch geholt. Das Ziel ist klar: gemeinsam die Standards der Zukunft schaffen, die eine grenzüberschreitende Mobilität für alle E-Fahrzeug-Fahrer ermöglichen.

Mittlerweile ist der Standardisierungsprozess in vollem Gang. Nach einem erfolgreichen Arbeitstreffen im Januar soll bereits im ersten Halbjahr 2009 ein ausgereiftes Gesamtkonzept erarbeitet und gemeinsame Standards definiert werden, an denen sich alle Marktteilnehmer orientieren können.

Die Experten der beteiligten Unternehmen arbeiten dabei nicht nur an der Vereinheitlichung von Kabeln, Steckern und Steckdosen sondern an einem Gesamtkonzept für ein sicheres und komfortables Laden.
So werden geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt, die einen sicheren Umgang mit dem Ladestrom gewährleisten und eine zuverlässige Verbindung zwischen Auto und öffentlicher Ladesäule auch bei längerer Abwesenheit des Fahrers garantieren.

Gleichzeitig werden die Verbindungen so ausgelegt, dass an den öffentlichen Ladestationen eine ausreichend hohe Ladeleistung zum möglichst schnellen Laden der Batterien zur Verfügung steht. So dauert das Aufladen eines Akkus mit Schnellade-Funktion an einer RWE-Ladesäule weniger als eine Stunde – statt bisher ca. 6 Stunden an der gewöhnlichen Haushaltssteckdose*. Die tatsächlich abgerufene Ladeleistung wird durch das Fahrzeug festgelegt, so dass keine Gefahr einer Überlastung besteht.

Schlüsselthema für ein kundenfreundliches und bequemes Laden in der Öffentlichkeit ist eine standardisierte Kommunikation zwischen Auto und Ladestation. Sie ermöglicht eine automatische Authentifizierung des Fahrzeugs an der Ladestation und die Nutzung zukünftiger intelligenter Ladeverfahren. Der Elektroautofahrer muss dann nur noch sein Ladekabel einstecken, alle nötigen Informationen bezieht die Ladestation über das Kabel direkt vom Fahrzeug und gibt den Ladevorgang frei. Das Fahrzeug steuert dann den Ladevorgang entsprechend den Kundenwünschen. Anschließend erfolgt vollautomatisch die Abrechnung der getankten Energie.

Kommunikationsprotokoll zum einheitlichen Datenaustausch

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Daimler hat RWE ein Kommunikationsprotokoll entwickelt, welches den Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Ladesäule definiert. Dieses Kommunikationsprotokoll wird durch alle RWE-Ladesäulen unterstützt und ermöglicht umfangreiche Funktionalitäten wie z.B. automatische Kundenidentifizierung, intelligente Ladesteuerung oder auch die Realisierung von Mehrwertdiensten. Daimler und RWE sind der Meinung, dass dieses Protokoll auch den zukünftigen Anforderungen der Elektromobilität genügen wird und bringen es daher als Vorschlag in die internationalen Standardisierungsgespräche ein.

Falls Sie Interesse am Zugang zu dem Kommunikationsprotokoll haben, füllen Sie bitte das Formular aus und stimmen der Nutzungsvereinbarung zu.

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Bei Fragen zu dem Kommunikationsprotokoll senden Sie bitte eine E-Mail an e-mobility[at]rwe.com


* Basis: 20 kWh Batterie; RWE-Ladesäule mit 400V/32A.